FlüPflege 4.0:
Chancen erkennen und fördern

Das Projekt

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist in Deutschland nach wie vor hoch. Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten die Chance zu ermöglichen, sich in Deutschland als eine Pflegefachkraft zu qualifizieren, kann dem Pflegenotstand entgegenwirken. Leider sind die Hürden für den Ausbildungsbeginn oft recht hoch. Insbesondere die Sprachanforderungen und behördlichen Angelegenheiten stellen häufig ein Problem dar.

Mit dem Projekt FlüPflege 4.0 werden sowohl die Teilnehmenden als auch die ausbildenden Einrichtungen bereits vor Ausbildungsbeginn durch die Pflegeschule beraten und unterstützt, um einen Ausbildungsbeginn in Deutschland zu ermöglichen. Zusätzlich werden die Teilnehmenden während der Ausbildung durch Schulsozialarbeiter/-innen begleitet und erhalten Deutsch- und Pflegeförderunterricht, um am Ende der Ausbildung das Deutschniveau B2 zu erreichen.

Das Projekt soll den Teilnehmenden aber nicht nur den Zugang auf den Arbeitsmarkt vereinfachen, sondern ihnen auch die Chance zur Weiterqualifizierung zum/zur Pflegefachmann/-frau bieten. Unsere langjährige Erfahrung mit der Zielgruppe hat jedoch gezeigt, dass die Weiterqualifizierung nicht nur durch Sprachbarrieren und die besonderen Lebensumstände erschwert wird, sondern auch durch das fehlende Know-How in Bezug auf gängige EDV-Anwendungen. Generell schreitet die Digitalisierung auch in der Pflege voran und die elektronische Pflegedokumentation wird sich auf lange Sicht auch in den Pflegeeinrichtungen durchsetzen, da sie Arbeitsschritte erleichtert und Prozesse transparenter macht. Somit steigen die Anforderungen die Pflegehelfer/-innen stetig an. Aus diesem Grund wird im Projekt FlüPflege 4.0 den Teilnehmenden ein EDV-Grundkurs angeboten, um ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

 Das Angebot

  • Begleitung und Unterstützung beim Bewerbungsprozess um einen Ausbildungsplatz
  • Einzelberatungsgespräche
  • Deutsch- und Pflegeförderunterricht in Kleingruppen
  • EDV-Grundkurs
  • Unterstützung bei behördlichen Angelegenheiten, Organisation der Kinderbetreuung und anderen alltäglichen Hürden
  • Unterstützung bei der Wohnungssuche

Die nutzen

  • Eine erfolgreiche Maßnahme gegen den Fachkräftemangel in der Pflege
  • Verbesserung der Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt mit Aussicht auf einen krisensicheren Job oder der Möglichkeit der Weiterqualifizierung für die Teilnehmenden
  • Geringe Abbruchquote aufgrund enger Begleitung der Schulsozialarbeit

Projektpartner

Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

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